September 2010
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TAGEBUCHEINTRAG VOM 31.05.2010


Saarschleifen Bike Marathon 2010

Gestern stand endlich mein langersehntes Heimrennen, der Saarschleifen Bike Marathon, auf dem Plan. Die Voraussetzungen konnten für mich nicht besser sein: Perfekte Streckenkenntnis und schlechtes Wetter, welches den Boden richtig aufweichen ließ! Schon beim Warmfahren fühlte ich mich richtig gut, keine Anzeichen von Erschöpfung durch die vorausgegangene 5-tägige Kursfahrt.

Pünktlich, um kurz nach 11, ging es in Richtung Startlinie, wo ich einen Platz in der ersten Reihe durch meinen Vorjahressieg (U17) sicher hatte. Nach dem Start war das Tempo sehr verhalten. Niemand wollte so richtig das Feld anführen. Nach den ersten Wellen bildete sich eine ca. 50 köpfige Gruppe, die sich bei dem ersten längeren Anstieg etwas in die Länge zog. Bevor es unmittelbar nach diesem Anstieg auf den ersten Trail ging, griff ich an um als Erster in diese Technikpassage zu kommen. Hier konnte ich mich mit 4 weiteren Fahrern vom Feld lösen. Die nächsten 10 km bis Saarhölzbach waren flach, jedoch war das Tempo sehr hoch, da viele Attacken gefahren wurden. Ab Saarhölzbach ging es gute 200 hm nach oben. Schon am Fuße des Berges musste ich wegen dem hohen Tempo abreißen lassen. Am höchsten Punkt der Strecke angekommen ging es sofort wieder auf den Trail in Richtung Schloss Ziegelberg, mein Heimtrail. Glücklicherweise hatte ich recht wenig Verkehr und konnte richtig Zeit gutmachen. Bis zu diesem Zeitpunkt lief das Rennen nahezu perfekt. Der Rückstand auf die Spitzengruppe betrug ca. 1:30min. Vorbei an Schloss Ziegelberg ging es auf einen kurzen, ca. 300m Singletrail mit einem steilen, schlammigen Einstieg. Schon aus der Distanz konnte ich einen kleinen Stau am Einstieg und zöglich hineinfahrenden Mitteldistanzler erkennen. Es kam wie es kommen musste, der Mitteldistanzler vor mir stürzte, ich fiel drüber und bekam einen ordentlichen Wadenkrampf. Weiter gings über Mettlach, wo es die zweite Flasche von Domme gab, rein in den langen Schlussanstieg. Die knapp 500 Fahrer, die vor der Kurzstrecke über diesen Streckenabschnitt fuhren hatten schon ordentlich Schlamm produziert, was das Fahren von Teilen des Anstiegs unmöglich machte. Mit einer krampfenden Wade musste ich dann gut 300m einen 23% Berg hinaufschieben. Danach fuhr ich dann im Schongang weiter und erreichte das Ziel als Gesamt 8ter und 2ter in meiner Altersklasse.

Letztendlich war es ein super Ergebnis für mich mit dem ich sehr zufrieden bin. Der Sturz und die darauffolgenden Krämpfe hätten nicht sein müssen, aber es läuft nicht immer wie geplant.